Fanclub freut sich über Sieg gegen Leutershausen

Nerven der Fans lagen blank beim packenden Auswärtsspiel in Leutershausen

35 Fanclubmitglieder fuhren furchtlos zu den „Roten Teufeln von der Bergstraße“ und gaben ihrer Mannschaft vom TVG starken Rückhalt beim Auswärtsspiel in Leutershausen. Den brauchte sie auch, denn in der ersten Hälfte sah es nicht so gut aus für die Blau-Weißen und die SG Leutershausen machte dem Spitzenreiter das Leben schwer. Doch in der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt. Der TVG konnte sein Leistungspotential abrufen und bezwang in letzter Sekunde „Die Roten Teufel“. Mario Stark versenkte den Ball im gegnerischen Tor und die Schlusssirene ertönte. Mit dem Stand von 25 : 26 Toren endete das äußerst nervenaufreibende Handballspiel und das Team von Trainer Manfred Hofmann konnte die zwei Punkte einpacken. Viele Fanclubmitglieder waren schweißgebadet, hatten rote Gesichter und waren heiser, hatten sie doch unablässig und in der gewohnten Lautstärke ihre Spieler angefeuert. Der Freude über den knappen Sieg tat dies aber keinen Abbruch und mit angeschlagener Stimme bejubelten sie die Blau-Weißen Akteure auf dem Parkett mit den altbekannten Wällster Liedern und Schlachtrufen. Die Mannschaft dankte ihren treuesten Fans mit dem „Tschimmela“ und der Lo-Ola-Welle. Doch die Fanclubmitglieder wollten mehr und forderten als „Entschädigung“ für die starke Nervenbelastung während des Spiels: „Hinsetzen, hinsetzen!“ Den Spielern war natürlich sofort klar, was ihre Fans von ihnen wollten und sie kamen lachend der Forderung nach dem „Humba Tätärä – Ritual“ nach. Die einzelnen Buchstaben wurden aufgerufen und von den Fans lautstark nachgerufen, dann sprangen die Spieler auf und hüpften wild umher, wobei gemeinsam mit den Fans das alte „Meenzer Fasenachtslied“ gesungen wurde. Anschließend begaben sich die Fans auf das Parkett zu ihrem Team, um die einzelnen Spieler zu beglückwünschen und um sich mit ihnen zu unterhalten. Die Mitglieder vom Herzschlag Blau-Weiß e.V. waren sich auf der Heimfahrt darüber einig, dass dieser Sieg in letzter Sekunde beim Tabellenvierten ein wichtiger Schritt in Richtung Aufstieg war und so wurde im Bus immer wieder voller Freude der altbewährte Schlachtruf angestimmt: „Wir kommen nicht vom Neckar, wir kommen nicht vom Rhein, wir kommen aus Großwallstadt, der Handballmacht am Main“.

Text & Fotos: Reinhard Simon