Heiko Karrer bleibt Trainer des TVG

Großwallstadt setzt auf Kontinuität

„Wir haben etwas angestoßen, und ich will das mit den Jungs weiterfortführen“, sagt Heiko Karrer kurz nach der Vertragsverlängerung mit dem TV Großwallstadt. Der 45-jährige A-Lizenzinhaber wird seinem Verein auch noch in der kommende Saison 2017/18 zur Verfügung stehen. Heiko Karrer hatte den TVG zu Beginn der Spielzeit 2015/16 übernommen, eine unerfahrene und neu zusammengestellte Mannschaft zum Klassenerhalt geführt und schickt sich nun eine Runde später an, ein Drittligaspitzenteam zu formen.

Zufriedene Kommandobrücke

„Wir sind überzeugt von der Arbeit, die Heiko bei uns leistet“, sagt TVG-Geschäftsführer Walter Klug, „und denken, dass er unsere Ausrichtung sehr gut personalisiert.“ Vor allem drei Aspekte nennt Walter Klug dabei als charakteristisch: Dass Heiko Karrer aus Großwallstadt stamme, passe zum Konzept auf Talente aus dem Verein und der Region zu bauen. Außerdem brauche man dafür Übungsleiter, die ein Händchen für Jugendspieler haben, und dies habe Heiko Karrer ja bereits zur Genüge bewiesen. Schließlich freue man sich über die Dynamik der Entwicklung und glaube an einiges weiteres Potenzial.

Heiko Karrer selbst blickt mit Zuversicht nach vorne: „Wir haben eine gute Saison gespielt und uns gut entwickelt. Ich glaube, dass wir nächstes Jahr sogar noch besser werden können und vielleicht sogar Großes erreichen. Ich freue mich jedenfalls, mit den Jungs weiterarbeiten zu können.“ Seine Sieben möglichst zusammenhalten will er zur Spielzeit 2017/18 und allenfalls punktuell verstärken. Ein erster Neuzugang steht mit Dino Corak vom TV Kirchzell ja bereits fest und über ihn findet Heiko Karrer anerkennende Worte: „Er hat sich in den letzten Jahren unglaublich weiterentwickelt. Gerade in der Abwehr traue ich ihm zu, rasch eine sehr verlässliche Größe zu werden. Im Angriff hat er viel Potential.“

Kontinuierliche Entwicklung

Eine Entwicklung, die Heiko Karrer übrigens aus eigener Anschauung kennt. Als jüngster der drei Söhne der Handballlegende Josef Karrer beim TVG großgeworden, hat er nach kurzen Abstechern nach Nieder-Roden und Obernburg im Meisterjahr 1990 erstmals für die TVG-Bundesligamannschaft zum Ball gegriffen, und aus dem damals 19-jährigen Talent reifte über die Jahre hinweg ein gestandener Bundesligaspieler, gar ein Nationalspieler, heran. Durchsetzungsvermögen und Torhunger zeichneten Heiko Karrer mehr und mehr aus, der neben 53 Länderspielen auch 185 Partien mit 487/109 Toren für seinen Heimatverein Großwallstadt in der höchsten Liga zwischen Flensburg und München absolviert hat.

Zudem ausgerüstet mit einer Bronzemedaille der EM 1998 in Italien, zog ihn sein Weg über Wallau/Massenheim, Essen, Wilhelmshaven, Basel, Obernburg und Rimpar ins Traineramt bei der DJK Rimpar, dem TV Hüttenberg und schließlich wieder Großwallstadt. Dort ist mittlerweile mit Niklas – Sohn von Bruder Rainer – und David – Filius von Bruder Albert – längst die nächste Generation zu Gange, und es darf damit gerechnet werden, dass der Name Karrer den Handball Marke TVG noch einige Zeit prägen wird. „Bis ganz an die Spitze fehlt noch ein kleines Stück, aber wir sind oben dabei und arbeiten daran, auf Hildesheim oder Elbflorenz aufzuschließen“, gibt Heiko Karrer sich sehr kämpferisch.

Auch Walter Klug wäre nicht Walter Klug, wenn er nicht durch und durch Optimist bliebe. „Übrigens“, so fügt er nämlich an, „der Vertrag gilt nicht nur für die dritte Liga, sondern auch für die zweite Bundesliga.“

Text & Bildquelle: TV Großwallstadt