Magdeburg war eine Reise und zwei Punkte wert

Wällster Fans hocherfreut über 30 : 22 Auswärtssieg gegen SC Magdeburg II

Einem echten TVG-Fan ist kein Weg zu weit, um sein Team zu unterstützen. Und so zog es die 23 Handballbegeisterten vom Untermain, darunter 17 Fanclubmitglieder, auch nach Magdeburg. Der TVG hatte hierfür einen Bus gechartert und weitere zehn Fans reisten mit Privat PKWs an. In der Hauptstadt von Sachsen-Anhalt angekommen, stärkten sich die Wällster erst einmal in der unter Denkmalschutz stehenden Hermann-Gieseler-Halle. Sie wurde 1921 erbaut und dienste ursprünglich als Viehmarkt- und Ausstellungshalle. Sie trug damals den Namen „Halle Land & Stadt“. Im Jahr 1955 wurde das Gebäude in eine Sporthalle umgebaut und in „Hermann-Geiseler-Halle“ nach einem Gewerkschaftsfunktionär umbenannt. Im Jahr 2013 wurde die Halle grundlegend saniert und in eine moderne Multifunktionshalle umgebaut. Magdeburg hat rund 230.000 Einwohner und eine über 1200-jährige Geschichte. Die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt von Sachsen-Anhalt zeugen von einer bewegten Vergangenheit und von Blütezeiten von europäischer Bedeutung. Der Dom St. Mauritius und Katharina (1520 fertiggestellt), das Kunstmuseum Kloster Unser Lieber Frauen und der Alte Markt mit dem „Magdeburger Reiter“ zählen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Elbe fließt auf einer Länge von 21 Kilometern durch die Stadt. Das Wasserstraßenkreuz Magdeburg mit der längsten Kanalbrücke der Welt oder die von Friedensreich Hundertwasser geschaffene Grüne Zitadelle von Magdeburg zählen zu den modernen Attraktionen. Der erste römisch-deutsche Kaiser Otto der Große, der Magdeburg im zehnten Jahrhundert noch vor Köln, Mainz und Trier als ranghöchstes Erzbistum im deutschen Sprachraum durchgesetzt hat, und der Erfinder und Diplomat Otto von Guericke haben die Geschichte der Elbe-Stadt stark geprägt. Seit 2010 präsentiert sich Magdeburg in Anlehnung an ihr historisches Erbe als „Ottostadt Magdeburg“. Nach dem Anpfiff machten die Wällster schnell klar, dass sie sehr zahlreich in der Halle anwesend sind. Von Beginn an herrschte eine gute Stimmung und die TVG-Fans peitschten ihre Mannschaft nach vorne. Beim Spielstand von 30 zu 22 Toren endete die Partie zugunsten des TVG, der seinen Heimspielerfolg (41 : 32 Toren) gegen den SC Magdeburg II nun im Rückspiel wiederholen konnte. Bei den TVG-Anhängern herrschte Hochstimmung und dementsprechend fröhlich verlief die weite Heimreise.

Bericht: Reinhard Simon


Fotos: Reinhard Simon, Felix Müller